Für eine neue Gründerkultur in Wuppertal

Niklas Klein

Wenn man auf die Straße geht, und mit Passanten über das Thema Unternehmensgründung spricht, kommen da unter Garantie viele Schlagwörter vor. An „Die Höhle der Löwen“ und dem Begriff „Start-Up“ wird man genau so wenig vorbeikommen, wie am „Silicon Valley“. Letzteres wird wahrscheinlich auch die Antwort auf die Frage sein, mit welchem Ort man lebhafte Gründerkultur am ehesten verbindet.

Start-ups als Chance für Wuppertal

Dass wir im internationalen Vergleich was Gründerkultur angeht hinterherhängen, soll aber nicht Thema dieses Artikels sein, das ist ein Problem für sich. Viel mehr regt mich die Tatsache auf, dass wenn man die Frage nach dem Ort auf Deutschland
beschränkt, Städtenamen wie Berlin, Hamburg oder Köln fallen, aber niemals Wuppertal zu hören sein wird.

Das ärgert mich! Wir haben mit Start-Ups die Chacne, die nächste Generation Wirtschaft zu uns ins Tal zu holen. Aber es wird seitens der Verwaltung systematisch verpennt hier etwas zu unternehmen. Wir brauchen uns nichts vormachen, große Unternehmen werden nachdem sie sich anderswo schon niedergelassen haben nicht nach Wuppertal kommen – zu wenig Platz für Produktionsanlagen, zu hoher Gewerbesteuersatz etc.

Wir brauchen mehr als einen schönen Hauptbahnhof

Aber bei neuen jungen Unternehmen besteht hätte man die Chance sich gleichzeitig innovative Ideen und wirtschaftliche Perspektiven für die Zukunft ins Tal zu holen. Denn es ist ja ganz einfach: Womit wollen wir die Zukunft unserer Stadt sichern? Allein mit dem Argument, man habe jetzt einen schönen neuen Hauptbahnhof oder endlich einen gut organisierten Weihnachtsmarkt – wobei man darauf ja auch noch warten kann – wird das nicht funktionieren.

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Wir müssen endlich anfangen, Wuppertal auch als Gründungsstandort attraktiv zu machen. Das ist die wirtschaftliche Perspektive, die zum einen für die finanzielle Lage der Stadt wichtig ist, zum anderen aber auch einen starken Einfluss auf die Lebensqualität in Wuppertal hat – auch für die Menschen, die erstmal nichts mit einem Start-Up zu tun haben.

Machen wir was aus dem Wuppertaler Standortvorteil

Mit einer aktiven Gründerszene in der Stadt würden die Innenstädte auf einmal wieder attraktiver werden, Wuppertal würde für Touristen wieder auf der Landkarte erscheinen. Denn auch die Tatsache, dass die Menschen zum Urlaub nach Berlin, München oder Hamburg fahren, aber niemand auch nur die Idee hätte einen Stadturlaub in Wuppertal zu machen ist etwas, woran man arbeiten muss, und was man nicht hinnehmen darf.

Kommen Start-Ups, hilft das der Stadt enorm, aber wir müssen zuerst dafür sorgen, dass auch die nötige Infrastruktur da ist, damit Wuppertal für Gründer überhaupt attraktiv ist. Schnelles Internet, attraktive Büroflächen, eine flexible und schnelle Verwaltung die mehr Ermöglicher als Verhinderer ist, eine exzellente Verkehrsanbindung und so weiter. Den Standortvorteil in der Mitte zwischen Großstädten wie Köln, Düsseldorf, Essen und Dortmund zu liegen haben wir schon mal. Also machen wir was daraus!

Autor dieses Artikels